Blog 25 (08.07.2021): Beschäftigung im Sommer

Für viele Menschen ist der Sommer die schönste Jahreszeit. Man hält sich gerne draußen in der Sonne auf. Bei unseren geliebten Tieren sieht das etwas anders aus. Während wir durch das Schwitzen unsere eigene eingebaute Klimaanlage haben, können Hunde und Katzen nur an ihren Pfoten schwitzen und sich durch hecheln leicht abkühlen. Pferde können zwar am ganzen Körper schwitzen, haben aber einen deutlich schlechteren Kreislauf als wir Menschen. Tiere überhitzen also schneller als Menschen, was natürlich ungünstig für ihre Gesundheit ist und im schlimmsten Fall zum Tode führt. 

Training und Beschäftigung sollte somit bei heißem Wetter nur in kleinem Rahmen stattfinden oder bei sehr heißen Tagen ganz ausfallen. Wenn ein Training stattfinden soll ist es ratsam dies in die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden zu legen.  Besonders vorsichtig sollte man bei  Spaziergängen sein. Der Asphalt kann sich so stark aufheizen das es an den Pfoten des Haustieres zu starken Verbrennungen kommen kann.  Vor einem Gassigang sollte die Temperatur des Bodens mit der Hand überprüft werden. 

Auch Tiere bleiben von Hitzschlägen und Sonnenbrand nicht verschont, weswegen es wichtig ist ihnen genügend Schattenplätze anzubieten. Das Tier sollte sich daheim nicht in der prallen Sonne aufhalten und notfalls auch zu einem Platz im Schatten überredet werden. Tiere lassen sich bei heißem Wetter auch gut mit Wasser abkühlen. Mit seinem Pferd könnte man einen entspannten Ausritt zum See machen oder es auf dem Putzplatz ein wenig abspritzen. Mit dem Hund bietet sich ebenso ein Spaziergang zum See an oder ein kleiner Hundepool im Garten. Wichtig ist nur das das Tier langsam abgekühlt wird, beispielsweise die Pfoten und Beine zuerst bevor der Rest folgt. Ist das Tier zu aufgeheizt und springt in den kalten See kann dies zu einer Überlastung des Kreislaufes führen. Auch manche Katzen lieben das Wasser, sollte dies nicht der Fall sein kann man aber auch einen Kühlakku nutzen und diesen unter ein Katzenbett legen oder in ein Handtuch einwickeln. Direkter Kontakt mit dem Akku sollte aber vermieden werden da dieser zu kalt sein könnte und das Innenleben giftig für das Tier ist. Damit das Tier während der heißen Tage genug trinkt kann man beispielsweise das Wasser mit etwas Futter versetzen oder den Geschmack mit Tee oder Früchten verfeinern. Um Katzen zum Trinken zu animieren eignet sich ein Trinkbrunnen.

Zum Abschluss noch einen Tipp, worüber freut sich fast jeder im Sommer? Ein leckeres Eis schmeckt nicht nur Menschen. Für jede Tierart finden sich super einfache Rezepte im Internet. 

Passt bitte bei heißem Wetter auf eure Tiere auf und lasst es lieber ruhiger angehen. Genießt zusammen den Sommer.

Blog 24 (25.06.21): Voltigieren - die erste Begenung mit dem Pferd

Wenn ich zurück denke, war eins meiner tollsten Geburtstagsgeschenke, das ich endlich mit dem Pferdesport anfangen durfte. Mein erster richtiger Kontakt mit Pferden war somit, noch vor dem Reiten, das Voltigieren. Dieser Sport ist vergleichbar mit Turnen, nur das man sich auf dem Rücken eines Pferdes befindet und dort alleine oder in der Gruppe verschiedene Figuren ausführt. Für mich war es eine wunderbare Art die Welt der Pferde zu entdecken. Gemeinsam in einer Gruppe lernt man wie man das Pferd richtig vorbereitet, wie seine Anatomie ist und was es braucht um gesund und glücklich zu sein.

Dadurch, dass man sich nur mit einem Voltigurt und einer Schabracke auf dem Pferd befindet spürt man dessen Bewegungen ganz deutlich und muss ein Gespür dafür entwickeln die richtige Balance auf dem Pferd zu finden, ohne Festhalten und ohne Unterstützung durch einen Sattel mit Steigbügeln. Besonders diesen Aspekt konnte ich beim Reiten sehr gut anbringen und gebrauchen.

Ich bin der Meinung das Voltigieren ein guter Einstieg in die Pferdewelt ist. Es werden grundlegende Werte, Respekt gegenüber dem Tier und Techniken vermittelt. Ich möchte diese Zeit nicht missen, den sie legte den Grundstein für alles was ich im meinem Leben mit Pferden erleben durfte.


Blog 23 (03.06.2021): Sammys Hundesport Teil III : Hoopers

Nachdem wir nun schon zwei Jahre Agility gemacht hatten, wollte ich gerne was Neues ausprobieren, da traf es sich gut, dass ein neuer Hundesport in der Gegend angeboten wurde: Hoopers. Meine Neugier war geweckt und Sammy und ich probierten es natürlich sofort aus.

Auf den ersten Blick erinnert es stark ans Agility. Das Prinzip einen Parcours mit Hindernissen zu absolvieren bleibt das Gleiche. Die Haupthindernisse bilden hierbei aber die sogenannten Hoops, Bögen durch die der Hund durchlaufen muss. Neben diesen Hoops gibt es auch noch Pylonen und weitere Sonderhindernisse, wie z.B. Tonnen. Das Hoppers kommt im Gegensatz zum Agility aber ganz ohne Sprünge aus. Dadurch ist dieser Sport auch super für Hunde geeignet, die aufgrund ihres Körperbaus oder aus medizinischen Gründen kein Agility betreiben können. Ein weiterer großer Unterschied zwischen diesen Sportarten ist, dass der Mensch beim Hoppers nicht mit dem Hund mitläuft sondern in einem festgelegten Bereich stehen bleiben muss und seinen Hund auf Entfernung körpersprachlich zu den entsprechenden Aufgaben schicken muss. Ähnlich wie das Longieren handelt es sich auch bei dieser Sportart um Distanzarbeit mit dem Hund. Die Schwierigkeit ist somit dem Hund die richtigen Kommandos auf Distanz durch Sprache und Körpersprache zu vermitteln.

Ich konnte wieder viele Parallelen zwischen Hoppers und der freien Arbeit mit dem Pferd ziehen. Da ich immer schon eine Liebe für Boden- bzw. Freiarbeit hatte fühlte ich mich in diesem Hundesport direkt zu Hause. Sammy und ich verbessern uns immer mehr und ich liebe es ihn durch meine Körpersprache zu lenken. Von allen drei Sportarten, die ich mit Sammy schon ausprobiert habe gefällt mir das Hoopers am besten.

Mir ist auch bewusst, dass es noch weitere Sportarten, wie das Rallye Obedience, Dog Dance etc. gibt und vielleicht testen Sammy und ich diese und weitere irgendwann auch noch aus.

Blog 22 (12.05.21): Sammys Hundesport Teil II : freies körpersprachliches Longieren

Meine Reise durch den Hundesport führte mich durch meine Mutter zum freien körpersprachlichen Longieren. Sie wollte mit ihrer Hündin Kara auch Hundesport ausprobieren und da beide gesundheitlich nicht in der Lage sind Agility zu machen, entdeckte sie das Longieren für sich. Im Prinzip kann man diesen Sport vergleichen mit dem Longieren beim Pferd.

Meine Mutter berichte mir immer wieder wie toll dieses Training ist und wie sehr ihre Hündin, die sonst sehr schüchtern und ängstlich ist, aufblüht. Somit konnte ich einfach nicht anders und musste das Longieren auch mit meinem Hund ausprobieren. Als jemand der die Bodenarbeit mit Pferden liebt konnte ich direkt Parallelen ziehen. 

Im Vergleich zum Longieren von Pferde, benutzt man beim Longieren von Hunden keine Longe. Die Hunde laufen außerhalb eines mit Flatterband abgesperrten Kreis, wobei der Besitzer sich im Kreis aufhält. Der Hund muss also zu Beginn lernen, dass er den Kreis nicht betreten darf. Das Flatterband dient dabei als Orientierung für den Hund. Der Mensch im Kreis hat die Aufgabe seinen Hund mit Hilfe der seiner eigenen Körpersprache zu lenken. Die größte Schwierigkeit hierbei ist es den Hund auf Distanz zu vermitteln was seine Aufgabe ist. Hat der Hund verstanden außerhalb des Kreises zu bleiben und dort in die vorgegebene Richtung zu laufen, können alle möglichen Kommandos, wie z.B. Richtungswechsel, sitz etc. eingebaut werden.

Der Vorteil vom Longieren im Vergleich zum Agility ist, dass dieser Sport ohne Hindernisse auskommt und somit die starke Belastung für die Gelenke des Hundes weg fällt. Dieser Sport ist somit auch für Hunde mit Handicap geeignet. Mit gesunden Hunden ist es möglich das Longieren durch Hindernisse des Agilitiys auf der Kreisaußenbahn zu erweitern.

Sammy gefällt dieser Sport sehr gut und er lässt sich auf die Distanzarbeit ein. Ich liebe es mit Tieren nur mit Hilfe meiner eigenen Körpersprache zu arbeiten und bin dankbar, dass meine Mutter mir diesen Hundesport gezeigt hat.

Blog 21 (14.04.2021): Sammys Hundesport Teil I : Agility

Sammy ist ein sehr lernwilliger Hund und um ihn richtig fordern und fördern zu können, entdeckte ich den Hundesport für mich. Anfangs hatte ich nur vom Agility gehört und daher war es für mich nahe liegend zuerst mit diesem Hundesport zu beginnen. 

Im Prinzip ist dieser Sport vergleichbar mit dem Springsport im Reiten. Es geht darum Parcoure, bestehend aus verschiedenen Hindernissen, zu absolvieren. Der Mensch hat hierbei die Aufgabe dem Hund mit körpersprachlichen und sprachlichen Kommandos dem Hund den richtigen Weg zu weisen und ihm gezielt die einzelnen Aufgaben absolvieren zu lassen. Bevor man jedoch einen gesamten Parcours  absolvieren kann, müssen Mensch und Hund  gemeinsam jedes einzelne Element zuvor erarbeiten.

Neben den standardmäßigen Hürdensprüngen gibt es eine große Variation von Hindernissen. Ein Beispiel ist der Slalom, hier spielt es auch eine große Rolle, dass der Hund das Hindernis richtig eintritt und wieder verlässt, sowie keine Stange des Slaloms auslässt. Ein für die meisten Hunde, so auch Sammy, gruseliges Hindernis ist die recht hohe Wand in Form des Buchstaben As. Der Hund läuft die A-Wand auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder runter, dabei darf er nicht einfach abspringen, sondern muss sie zu Ende gehen. Zwei weitere Hindernisse sind der Tunnel und der Schlauch. Beide Hindernisse werden von dem Hund durchlaufen. Der Unterschied zwischen den beiden ist, das beim Schlauch der Großteil der Plane auf dem Boden liegt und der Hund diese beim durchlaufen anheben muss. Mit ein bisschen Übung schaffen alle Teams all diese Hindernisse ohne größere Probleme. Das Wichtigste ist das man diesen Sport nur mit einem gesunden, im besten Fall ausgewachsenen, Hund ist machen sollte. Bei den verschiedensten Hindernissen kommt es zu einer unterschiedlich starken Gelenkbelastung. 

Mir gefällt an diesem Sport besonders gut das sich kein Durchlauf wie der andere anfühlt und man sich immer wieder an die neuen Herausforderungen adaptieren muss. Auch die Verbindung zwischen Mensch und Hund wird intensiviert. Ich könnte mir keinen besseren Trainingspartner als meinen Hund vorstellen.

Blog 20 (29.03.2021) : Abschied und dann?

Eines Tages kommt der Abschied vom geliebten Haustier. In dem Moment wo ein kleines Lebewesen einzieht, weiß man das eines Tages der Abschied kommt. Dies ist womöglich das schlimmste was ein Tierbesitzer erleben muss. Dabei ist es egal ob der beste Freund bereits wenige Wochen nach seiner Ankunft an einer Krankheit verstirbt oder friedlich in hohem Alter einschläft, jeder Abschied ist mit Trauer verbunden. Das letzte Tier von dem ich mich verabschieden musste war mein Hund Levi. 

Ziemlich genau vor einem Jahr begann ich mit der Suche nach einem Kumpel für meinen Hund Sammy. Ich wurde auch schnell bei einem Tierschutzverein fündig und zwei Wochen nach Ostern konnte Levi endlich bei uns einziehen. Er war ein frecher kleiner Kerl. Beim Tierarzt, wenige Tage nach seiner Ankunft, wurde eine Zahnfehlstellung festgestellt, die schnellstens operiert werden musste. Leider hatte Levi die Narkose nicht gut vertragen und musste zwei Wochen später erlöst werden. Somit musste ich mich leider schneller als es mir lieb war von dem kleinen Kerl verabschieden.

 Für mich ist es wichtig, dass auch meine anderen Tiere jedes Mal die Chance bekommen Abschied zu nehmen. Ich bin der Meinung, dass Tiere auf ihre eigene Art und Weise trauern auch wenn es zahlreiche Stimmen gibt die das Gegenteil behaupten. So habe ich Sammy, Kara und Shiva vom toten Levi Abschied nehmen lassen. Sie durften ihn beschnuppern und an stupsen, in der Hoffnung, dass sie so verstehen, dass er nicht mehr bei uns ist. Danach beerdigten wir ihn bei uns im Garten. 

Ich habe mir einige Wochen nach Levis Tod andere Hunde angesehen und dabei gemerkt, dass ich noch nicht dazu bereit bin einen neuen Hund bei mir aufzunehmen. Ich würde jedem raten nach dem Tod eines geliebten Tieres sich genügend Zeit zu nehmen um seine Trauer zu verarbeiten. Keiner kann sagen wie lange das dauern wird, einige sind wenige Tage später bereit für ein neues Tier, einige nach mehreren Monaten und manche vielleicht auch nie. Man sollte erst auf die Suche nach einem neuen Tier gehen, wenn man sich wirklich dafür bereit fühlt. Ein neues Tier kann das verstorbene Tier niemals ersetzen. Es ist auch wichtig zu bedenken wie es dem Rest der Familie geht  und auch ihre Gedanken und Gefühle bei der Suche zu berücksichtigen.

Ich werde mir die Zeit nehmen die ich brauche, mit Sammy an meiner Seite. 

Blog 19 (08.03.2021): Meerschweinchen

Eines Tages sprachen meine Eltern über die Arbeitskollegin meines Papas, denn ihre Meerschweinchen Dame hatte vor einigen Wochen Nachwuchs bekommen und nun war sie auf der Suche nach einem Zuhause für die Kleinen. Da unser Kaninchen ein Jahr zuvor verstorben war, wurden meine Schwester und ich direkt hellhörig. Wir beide hatten denn Wunsch wieder ein Haustier aufzunehmen. Natürlich wussten unsere Eltern von unserem Wunsch und so besorgten wir  das nötige Zubehör, wie Futter und Häuser (natürlich aus Holz). Wir bauten für sie im Garten ein großes Gehege inklusive großzügigem Auslauf. Dabei ist es wichtig, dass mindestens ein halber Quadratmeter pro Tier zur Verfügung steht und das Gehege für den Winter isoliert ist. Einige Tage später besuchten meine Mama und ich meinen Papa auf der Arbeitsstelle und dort warten zwei junge Meerschweinchen auf uns, die wir mit nach Hause nahmen. Ich versprach meiner Mama zu warten bis meine Schwester von der Schule zu Hause war, um zu entscheiden, wem denn welches Tier gehören würde. So kam es also, dass ich Luna, mein erstes eigenes Meerschweinchen, bekam. Mit der Zeit wurden aus zwei Tieren schnell fünf, wovon zwei meiner Schwester und drei mir gehörten. Schließlich lieben Meerschweinchen die Gesellschaft und sollten nie einzeln gehalten werden. Insgesamt waren es nun vier Weibchen und ein sehr faules und kastriertes Männchen. Alles in Allem war es über viele Jahre eine sehr harmonische Gruppe. 

Einige Jahre später überkam mich der Wunsch wieder eine Gruppe von Meerschweinchen zu halten. Irgendwie fehlte mir das Gewusel und das Quieken. Da das alte Gehege nicht mehr vorhanden war musste ein neues her. Dieses Mal entschied ich mich für eine Innenhaltung, denn Meerschweinchen lassen sich sowohl in Innen- als auch in Außenhaltung halten.. Ein neues Gehege war schnell zusammengebaut und schon bald konnten die Tiere einziehen. Innerhalb kürzester Zeit, hatte ich wieder eine Kleingruppe. Leider wurden sie aufgrund eines Virus nicht sehr alt.

Heute kann ich mich an der Meerschweinchen Gruppe meiner Schwester erfreuen, falls mir mal wieder das Gewusel und das Quieken fehlt.

Blog 18 (16.02.2021): Bodenarbeit mit dem Pferd

Das erste Mal in Berührung mit der Bodenarbeit kam ich bei meiner ersten Reitbeteiligung, einem schwedischen Kaltblutwallach. Seiner Besitzerin war es immer wichtig, dass ich ihn nicht nur reite sondern auch vom Boden aus auslaste. Sie zeigte mir das Longieren und die ersten Schritte der Bodenarbeit. Ich war sofort begeistert und fing an mein Wissen mit Hilfe von Büchern, Internet und Videos zu erweitern. Beim Besuch von Pferdemessen versuchte ich mir alle möglichen Vorführungen bezüglich dieses Themas anzusehen. Meine Faszination ging so weit das ich unter anderem auch einen Doppellongen Kurs besuchte und versuchte all die Übungen auf dem Reitplatz mit meiner Reitbeteiligung auszuführen. Bodenarbeit ist so vielseitig: Longieren, Doppellonge, Langzügel,   Zirzensik etc.

Letztendlich führte mich mein Weg von der Bodenarbeit zur Freiarbeit. Freiarbeit ist Bodenarbeit ohne irgendwelche Hilfsmittel, wie Halfter oder Strick, lediglich eine Gerte wird als verlängerter Arm eingesetzt, um dem Pferd feine Hilfen geben zu können. Teilweise saß ich wochenlang nicht auf dem Pferd sondern probierte alles Mögliche vom Boden aus. Ich fühlte mich einfach frei, während ich mit dem Tier arbeitete. Mein Verständnis gegenüber Pferden hat sich durch diese Arbeit verändert und meine Verbindung zu ihnen um ein vielfaches intensiviert.

Auch heute gehört die Bodenarbeit zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Sehr gerne arbeite ich frei mit dem Pferd, dabei ist es mir egal ob wir draußen im Gelände, in der Halle oder auf dem Platz unterwegs sind, Bodenarbeit ist überall möglich. 

Es ist als würde man mit seinem Pferd tanzen, mit ihm reden und das alles ohne Worte. Eine gemeinsame Arbeit die auf beidseitigem Vertrauen basiert. Der Fantasie bei diesem Training sind keine Grenzen gesetzt, wirklich alles lässt sich irgendwie einbinden, ähnlich wie beim Trick Training mit dem Hund.

Blog 17 (01.02.2021): Tricktraining oder wie Sammy und ich unsere Zeit verbringen

Während dieser ungewöhnlichen Zeit ist Tricktraining eine gute Alternative seinen Hund sinnvoll zu beschäftigen und ihn körperlich sowie geistig auszulasten. Diese Art des Trainings ist für jedes Mensch-Hund Team machbar. Alter, Größe oder Beeinträchtigung von Hund oder Mensch spielen hierbei keine Rolle. Es bietet dem Mensch-Hund-Team Abwechslung und neue Herausforderungen und das gerade an Tagen an denen das Wetter nicht zum Spazieren gehen einlädt. Diese Art von Training lässt sich super in den Alltag integrieren, man kann es überall machen und braucht nicht viel dafür, außer Motivation und Freude. Dabei reichen schon 5 Minuten am Stück vollkommen aus, mehr würde den Hund überfordern. Gerne können aber mehrere Trainingseinheiten über den Tag verteilt werden.

Mit Sammy habe ich das Tricktraining schon kurz nach seiner Ankunft begonnen. Zuerst haben wir mit den klassischen Kommandos wie Sitz, Platz oder auch Pfötchen angefangen. Später haben wir eigene Kreationen oder Tricks, die ich im Internet gefunden habe, ausprobiert. Anleitungen findet man dabei in Büchern, im Internet z.B. YouTube, von einem Trainer oder man wird selber kreativ. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, solange man sein Tier weder körperlich noch geistig überfordert. Fast jeder Alltagsgegenstand lässt sich beim Training mit Hund einbeziehen, sei es die Socken ausziehen, über eine Kiste steigen, Wäsche abnehmen oder auch die Zeitung bringen.

Ich liebe es zu sehen wie Sammy nachdenkt und sich bemüht, herauszufinden, was ich von ihm möchte. Ebenso ist es toll mit anzusehen wenn er Tricks ausführt, die er bereits verstanden hat. Genauso wie er, lerne aber auch ich täglich dazu. Wie bringe ich Sammy den Trick am besten bei? Durch das tägliche Üben mit ihm bin ich klarer mit meiner Körpersprache und meinen Anweisungen ihm gegenüber geworden. Diese Art von Training hat unsere Bindung und mein Verständnis Sammy gegenüber so viel verbessert. 

Für mich ist Tricktraining gemeinsamer Spaß, unabhängig von Wetter und Gesundheitslage des Vier- oder Zweibeiners, geistige Auslastung, gemeinsame Beschäftigung und vor allen Dingen echte Kopfarbeit. Dieses Training ist mit jedem Tier möglich, egal ob  Pferd, Katze, Vogel oder auch Kleintier. Jedes Tier profitiert vom gemeinsamen Üben: schüchterne Tiere blühen auf und aufgedrehte Tiere kommen runter.

Blog16 (19.01.2021): Hamster

Hamster standen schon viele Jahre auf meiner Wunschliste von Tieren, die ich gerne einmal haben wollte. Folglich fing ich an mich über deren Haltungsbedingungen zu informieren. Mir war von Anfang an klar, dass ich sie nicht in einem kleinen Gitterkäfigen halten wollte, welche vom Handel empfohlen und als vollkommen ausreichend klassifiziert werden. Ein Nagarium sollte für einen Hamster mindestens 100x50x50 cm groß sein. Des Weiteren kam für mich auch keine Einrichtung aus Plastik in Frage. Hamster sind Nagetiere und sollten somit artgerecht an Naturmaterialien knabbern dürfen. Ich begab mich also auf die Suche nach einer geeigneten Behausung. Im Internet stieß ich auf eine Anzeige in der jemand sein selbstgebautes großes Nagarium inklusive Zubehör verkaufen wollte. Ich schlug zu und somit war der erste Schritt Richtung eigenem Hamster getan. Mein nächster Gang führte mich in ein Zoofachgeschäft um Futter, Einstreu und die fehlende Einrichtung  zu besorgen. Nun war alles bereit und eine kleine Hamster Dame aus privater Hand zog schnell bei mir ein.  Ich liebte es sie zu beobachten, so dass kurze Zeit später in mir der Wunsch stieg einem zweiten Hamster ein zu Hause geben zu können. Da die meisten Hamsterarten Einzelgänger sind, so auch meine Hamster Dame, fing ich rasch an ein zweites Nagarium zu suchen. Ich fand ein großes Aquarium und baute dafür einen Gitterdeckel. Ich besorgte erneut das nötigte Zubehör und übernahm wieder einen Hamster aus privater Hand.  Jeden Abend wenn die beiden wach wurden, habe ich mir die Zeit genommen und beiden dabei zugesehen, wie sie Gänge gebuddelt haben und Ihr Fressen, welches ich im ganzen Gehege verteilt habe, suchten. Jeden Tag reinigte ich die Toiletten Ecke, verteilte Futter und Äste im Gehege und wechselte das Trinkwasser. Ansonsten habe ich sie die meiste Zeit mit Freude beobachtet und nicht weiter gestört. Für mich waren sie reine Beobachtungstiere. 

Tierpsychologin Mareike Kröger

 

Blog 15 (08.01.2021): Shiva

Shiva ist die Hündin meiner Schwester und lebt seit einem Jahr bei uns. Bei ihrem Einzug war sie gerade mal ein Jahr alt und hatte kaum Erziehung genossen. Grenzen waren Neuland für Shiva. In ihrem ehemaligen Zuhause lebte sie mit zwei älteren Rüden und einem Schäferhund zusammen. Letzterer war dort ihr Bezugspunkt, nur leider verstarb er wenige Monate nach Shivas Einzug beim Vorbesitzer. Die beiden älteren Hunde erwiesen sich leider nicht als guter Ersatz, sie waren einfach überfordert mit einer jungen und energiegeladenen Hündin. Da auch die Vorbesitzer Shiva nicht gerecht werden konnte, suchte sie ein neues Zuhause für sie. Zu dieser Zeit entschied sich meine Schwester nach einem Hund zu suchen, durch mich und meine Mutter hatte sie die Chance live zu erleben, wie toll das Leben mit einem treuen Begleiter ist. Ich entdeckte Shiva im Internet und schlug meiner Schwester vor sie zu besuchen. Auf dem Papier entsprach Shiva nicht den Vorstellungen meiner Schwester. Sie war eigentlich auf der Suche nach einem 2 bis 3 jährigen Hund der eine Mischung aus Couchpotato und Sporthund ist.  Doch als die beiden sich das erste Mal sahen, war es um meine Schwester geschehen und das obwohl Shiva ein einjähriges und verrücktes Energiebündel ist. Sie nahm sich der Aufgabe an und war sich bewusst, dass es ein langer Weg mit viel Arbeit werden würde.

Sammy und Kara waren anfangs nicht ganz erfreut über den Neuzugang, wirbelte sie doch andauernd durch die Gegend, machte ihre Bocksprünge und wollte permanent spielen. Doch auch die beiden gewöhnten sich an den kleinen Wirbelwind. Und dieser lernte, dass Regeln und Grenzen kein Weltuntergang sind.

In den vergangenen 12 Monaten hat Shiva eine Menge lernen müssen und ist mittlerweile endlich bei uns angekommen.  

Blog 14 (19.12.2020): Reitschule oder Reitbeteiligung 

Seitdem ich denken kann, hatte ich den Traum auf einem Pferd zu sitzen.  Mit 6 Jahren wurde endlich der Grundstein dafür gelegt, ich bekam Voltigierunterricht. Ein Jahr später habe ich den Stall gewechselt und so bin ich endlich zum Reiten gekommen. Dort habe ich gelernt wie ich ein Pferd fürs Reiten fertig mache, welche Ausrüstung benötigt wird, wie ich mit einem Pferd umgehen muss und letztlich wie ich ein Pferd reite. 12 Jahre bin ich in dem Stall geblieben und habe die unterschiedlichsten Pferde kennengelernt und geritten. Ich dachte nun weiß ich alles was ich über Pferde und Reiten wissen muss. Doch erst bei meiner ersten Reitbeteiligung, einem 14 Jährigen Kaltblutwallach habe ich gelernt, dass die Pferdewelt noch wesentlich vielseitiger und komplexer ist. Das soll nicht heißen, dass die Zeit in der Reitschule schlecht war, denn ohne die Basics, die ich dort lernte, wäre ich mit meiner Reitbeteiligung ehrlich gesagt überfordert gewesen.

Ich fing an die Arbeit mit dem Pferd, abseits des Reitens, zu lieben, sei es Freiarbeit, Bodenarbeit, Longieren, Doppellonge oder simples Spazierengehen. Auch Durchsetzungsfähigkeit musste ich lernen, der Wallach war bis dato das dickköpfigste Pferd welches mir je begegnet ist. Später bekam ich die Möglichkeit einer weiteren Pflegebeteiligung, wo ich die Arbeit mit (jungen) Hengsten sowie alles rund um den Fahrsport kennenlernen durfte.

Die wahre Vielfalt des Pferdesports lernte ich also erst nach meiner Zeit in einer Reitschule kennen. Mein Wunsch wäre es wenn Reitschulen in Zukunft mehr über den Tellerrand blicken und sich nicht nur aufs Reiten beschränken, sondern auch ihren Schülern die Welt der Bodenarbeit zeigen würden.

Tierpsychologin Mareike Kröger

 

Blog 13 (03.12.2020): Studium Theorie - Praxis?

Bei dem Studium Tierpsychologie handelt es sich um ein rein theoretisches Fernstudium mit einem optionalen Seminar. Doch ich hatte den Wunsch mein theoretisches Wissen auch in der Praxis umzusetzen und so noch mehr dazu zu lernen. Erste Erfahrungen mit verschiedensten Tieren konnte ich bereits während meiner Kindheit und Jugend sammeln. 

Die Praxis am Pferd habe ich durchs Reiten in verschiedenen Reitschulen, sowie bei mehreren Reitbeteiligungen und bei der Ausbildung von Junghengsten erworben. Beispielsweise kümmere ich mich momentan nebenbei um zwei ältere Stuten. Meine Erfahrungen mit kleinen Säugetieren habe ich durch die Haltung dieser gemacht (Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Chinchillas). Auf Katzen bin ich viel in den verschiedenen Ställen getroffen und auch im Dorf in dem ich wohne gibt es viele Freigänger. Des Weiteren besitzen viele meiner Freunde Katzen, mit denen ich einiges ausprobieren durfte. 

Mit Hunden hatte ich lange Zeit die wenigste Erfahrung. Das änderte sich als vor 3 Jahren mein Hund Sammy in mein Leben trat. Um mir weiteres praktisches Wissen im Umgang mit Hunden anzueignen begann ich ein Praktikum in einer örtlichen Hundeschule. Dort traf ich auf alle möglichen Hunde vom Welpen bis zum Senior, vom Jagdhund bis zum Hütehund. Des Weiteren hatte ich die Möglichkeit bei verschiedenen Arten des Trainings dabei zu sein, beispielsweise Rückruf, Leinführigkeit oder Anti-Giftköder Training. In der Hundeschule lernte ich auch verschiedenste Beschäftigungsarten für Hunde und Besitzer kennen. So schaute ich Hunde dabei zu, wie die ein kleines Objekt in einem großen Feld aus verschiedenen Gegenständen erschnüffelten( Objektsuche).  Ich habe Hunde schwierige Hindernisparcoure beim Agility laufen sehen. Hab die Verbundenheit und das Vertrauen beim freien Longieren gesehen und Mensch- Hund Teams an schwierigen Aufgaben beim Rallye obedience arbeiten sehen. Ich habe viele Hunde gesehen, die zusammen mit ihren Menschen unglaubliches geleistet haben. 

Aus Liebe zum Tier

Blog 12 (16.11.2020) : Kara

Kara ist eine faszinierende Hündin.  Vom Aussehen her erinnert sie an einen kleinen Schäferhund mit zu kurzen Beinen. Auf dem ersten Foto, das ich von ihr im Internet sah, erschien sie aggressiv. Doch der Schein trügt, in Wahrheit ist sie das genaue Gegenteil. Sie ist eine unsichere und ängstliche Hündin, die sich lieber zurückzieht als auf jemanden zu zugehen. In ihrer ursprünglichen Heimat Bulgarien muss sie Schreckliches erlebt haben, davon zeugen Narben an den Hinterbeinen. Anfangs hatte sie vor allem und jeden panische Angst. Am schlimmsten reagierte sie dabei auf (fremde) Männer. Die ersten zwei Wochen durfte man sie weder anschauen noch berühren. Um sie langsam an uns zu gewöhnen, bekam sie in dieser Zeit ihr Futter nur in der Nähe von uns und irgendwann nur noch aus der Hand. Langsam aber stetig lernte Kara dazu.  Sie wird immer ein Hund bleiben, der eher ängstlich reagiert und immer am Sicherheitsgeschirr mit Leine laufen sollte. Mit anderen Hunden ist sie aber  das genaue Gegenteil. Sie versteht sich sehr schnell mit anderen Artgenossen und ist diesen sehr autoritär gegenüber. Zu Hause in unserem kleinen Rudel ist sie die Chefin.

In den zwei Jahren, die sie nun in der Familie ist, hat sie so viel gelernt. Eine Sache die uns bei ihr erst aufgefallen ist, nachdem sie sich eingewöhnt hat, ist ihr verdammt großer Dickkopf, der das Training mit ihr deutlich erschwert. Wenn die Dame der Meinung ist, diese Aufgabe ist zu blöd, dann setzt sie ihren Dickkopf ein und wartet, bis die Aufgabe leichter gestellt wird oder sie eine neue Aufgabe bekommt. Nur leider lassen wir sie nicht mehr damit durchkommen. Mit meiner Mutter bildet sie ein gutes Team. Zusammen haben sie das freie körpersprachliche Longieren für sich entdeckt.

Aus Liebe zum Tier

Blog 11 (09.11.2020): Chinchillas Maja und Merry

Meine Chinchillas habe ich eher durch Zufall bekommen. Ich dachte nie aktiv darüber nach, ob ich eines Tages Chinchillas halten möchte. Es war mein Papa, der mich eines Tages fragte, ob ich die Chinchillas seiner Arbeitskollegin übernehmen möchte. Erst danach fing ich an mich über diese Tiere zu informieren und entschloss mich letztendlich die beiden aufzunehmen. Einige Wochen später zogen Maja und Merry bei mir ein. Maja war schneeweiß und Merry schwarz wie die Nacht. Das genaue Alter der Beiden war unbekannt, wir wussten nur, dass Papas Arbeitskollegin sie schon 18 Jahre hatte und es mindestens noch einen weiteren Vorbesitzer vorher gab. Maja und Merry waren also schon ältere Damen als sie bei mir eingezogen sind.

Ich dachte früher immer die Haltung dieser Tiere sei kompliziert, doch wenn man sich an einige Regeln hält, sind sie pflegeleichte Beobachtungstiere. Wichtig ist, dass ihr Fell empfindlich gegenüber Wasser ist, weswegen sie unbedingt eine Trinkflasche und keinen Wassernapf benötigen. Wird das Fell nass verklebt es und die Haut darunter kann nicht mehr atmen. Fellpflege betreiben sie mit Hilfe eines Sandbads. Das Futter der Tiere besteht größtenteils aus artgerechtem Chinchilla Trockenfutter und nur sehr selten gibt es Gemüse oder Blätter. Obst sollte aufgrund des Zuckergehaltes vermieden werden. Bei Gefahr können Chinchillas ihren Schwanz abwerfen, weswegen sie niemals am Schwanz festgehalten werden sollten. Sie müssen unbedingt in Gruppen gehalten werden und brauchen abends Freilauf in einem geeigneten Zimmer. Sie sind dämmerungsaktive Tiere und verschlafen den Tag. Chinchillas sind definitiv keine Kuscheltiere, jeder der darüber nachdenkt diese schönen Tiere zu halten sollte sich dessen bewusst sein. Des Weiteren können diese Tiere in Gefangenschaft durchaus über 20 Jahre alt werden.

Ganze zwei Jahre lebten die beiden bei mir, bis sie gemeinsam verstorben sind.

Tierpsychologin Mareike Kröger

Blog 10 (31.10.2020): Adopt don´t shop (Adoptieren statt kaufen)

Früher habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob meine Tiere vom Züchter, aus einem Zoofachgeschäft  oder aus einem Tierschutzverein/ Tierheim stammen.  Die meisten meiner Nagetiere habe ich von Privatpersonen, die entweder eine eigene Zucht betreiben oder einfach nach einem neuen Zuhause für ihr Tier gesucht haben. Das Einzige was ich immer ausgeschlossen habe war der Erwerb von Tieren aus Zoofachgeschäften. Diese Läden nutze ich nur um Zubehör wie Futter oder Spielzeug für meine Tiere zu kaufen.

Über die Jahre legte sich mein Fokus darauf Tiere aus schlechten Bedingungen zu befreien. Mein erstes gerettetes Tier war ein Löwenkopf- Zwergkaninchen. Er lebte alleine mit mehreren Wachteln und Wellensittichen in einem Käfig. Sein Fell war verdreckt und er stank stark nach Vogelkot. Ich musste ihn mehrfach baden und ihn anschließend aufpäppeln. Bei einem Tierarztbesuch stellte sich heraus, dass er einen Nabel/Leistenbruch hatte. Wäre dieser weiter aufgegangen hätte er die letzten 4 Jahre nicht überlebt. Glücklicherweise konnte es genäht werden und es musste nur ein kleines Stück Blasenfett  entfernt werden. Ich musste jedes Mal Lächeln wenn ich ihn sah und er anfing in meiner Kaninchengruppe wieder aufzublühen. Er hatte 4 schöne Monate in meiner Gruppe und zeigte mir, wie gut es sich anfühlt Tiere retten und zu sehen wie sie ihre Lebensfreude zurück gewinnen.

Ich habe für mich entschieden: Ich möchte zukünftig Tieren eine zweite Chance geben und sie nicht aus einem Geschäft oder von einem Züchter kaufen. Ich möchte diesen Tieren zeigen, wie schön das Leben sein kann. Es gibt genug Tiere auf dieser Welt die ein Zuhause suchen, da muss nicht extra noch eins mehr gezüchtet werden. Mein Hund ist aus dem Tierschutz, er saß in Ungarn in einem Shelter, nachdem er als kleiner abgemagerter Welpe ganz alleine auf den Straßen gefunden worden war. Ich möchte ihn gegen keinen Hund der Welt eintauschen. Er ist so dankbar und lernwillig. Ich bin so froh, dass er den Weg von den Straßen Ungarns zu mir gefunden hat. Auch Kara, die Hündin meiner Mutter, stammt aus dem Tierschutz aus einem Shelter in Bulgarien, wo sie schlimmes erlebt hatte. Bei uns blüht auch sie auf. Es sind die besten beiden Hunden, die man sich vorstellen kann.

Gerne stehe ich euch mit Rat und Tat zur Seite.

Blog 9 (22.10.2020) : Hundesport
Mir war immer klar, dass ich mit meinem Hund Sammy viel zusammen erleben möchte. Am Anfang stand der Grundgehorsam auf unserem Stundenplan, welcher erst den Weg zum Hundesport ermöglicht hat. Nachdem Sammy diesen verinnerlicht hatte, begann ich mit ihm zu Hause Tricks zu lernen und üben. Er war schon immer lernwillig und hatte das Bestreben mir zu gefallen.Um uns weiter auszuprobieren führte uns unser Weg zum Agility, wo Sammy weiter seine Lernwilligkeit demonstrierte und sogar von anderen Teilnehmern scherzhaft „Streber“ genannt worden ist.Nach zwei Jahren Agility war das freie körpersprachliche Longieren unsere nächste Station. Dieser Hundesport erinnerte mich stark an die Freiarbeit mit dem Pferd und ich konnte einige Parallelen erkennen. Seit kurzem widmen wir uns dem Hoopers, eine abgewandelte Form des Agilitys, die ohne Sprünge auskommt. Zwischendurch findet man uns immer wieder draußen in der Natur, sei es beim täglichen Spazieren gehen, beim Wandern oder bei Joggen durch die Nachbarschaft.

Hauptsache Sammy und ich entdecken gemeinsam die Welt.

Aus Liebe zum tier

Blog 8 (12.10.2020): Clickertraining mit Kaninchen und Kaninhop 

Meine ersten Erfahrungen mit Clickertraining habe ich damals mit meiner Kaninchengruppe gesammelt. Ich wollte diese Art des Trainings schon lange ausprobieren und meinen Tieren gerne Tricks und Kaninhop, das Springen über Hindernisse, beibringen. Anfangs schaute ich mir Videos zu dem Thema im Internet an und schnupperte in das ein oder andere Buch hinein. Als Hindernisse habe ich alles genutzt was ich finden konnte und nicht zu hoch für meine Tiere war. Allerdings habe ich anfangs unterschätzt, wie hoch diese kleinen Tiere springen können.

Durch das Clickertraining lassen sich mittels positiver Verstärkung dem Tier leichter Tricks vermitteln. Es ist somit eine sinnvolle Methode um das Tier sowohl  geistig als auch körperlich zu beschäftigen und auszulasten. Diese Art des Trainings eignet sich nicht nur für Kaninchen. Andere Nager, Hunde und Katzen können mittels dieser Methode trainiert werden.

Probiert es doch einfach mal aus um zu sehen, ob es für euch und euer Tier das Richtige ist. Bei Fragen zu diesem Thema scheut euch nicht mich zu kontaktieren.

Aus Liebe zum Tier

Blog 7 (02.10.2020): Handaufzucht
Eines der interessantesten, aber auch anstrengendsten Tiererlebnisse, die ich je hatte, war die Handaufzucht von vier kleinen Meerschweinchenbabies.

Die Kleinen mussten leider per Kaiserschnitt geholt werden, da eines Babys quer lag und so eine natürliche Geburt unmöglich war. Nach der Geburt war die Mutter nicht in der Lage sich um die kleinen Meeries zu kümmern und sie baute leider keine Bindung zu ihnen auf. Also übernahm ich die Aufzucht der Kleinen. Zu Beginn hieß das Handfütterung der Tiere alle 2 Stunden, sowohl am Tag als auch in der Nacht. Die Zeitintervalle wurden nach und nach größer, sodass ein halbwegs normaler Tagesablauf möglich war.

Mit Freude konnte ich den kleinen beim Wachsen und Gedeihen zu sehen und heute sind sie kräftige Meerschweinchen. Die zeitintensive Arbeit hat sich mehr als nur gelohnt alle 4 haben dies kritische Zeit gut überstanden.

Blog 6 (21.09.2020): Ernährung meines Hundes

Wie wahrscheinlich die meisten Hundebesitzer habe ich meinen Hund zu Beginn mit Trockenfutter ernährt. Und jeder wird mir Recht geben, das die Auswahl an Marken und Sorten einen förmlich erschlägt. So begann meine Recherche, was ein gutes Trockenfutter für Hunde ausmacht. Ich probierte verschiedene Varianten aus und habe mich letztendlich für eins entschieden, welches Sammy am besten vertragen hatte und ihm alle nötigen Nährstoffe lieferte.

Mein Studium der Tierpsychologie  hat mich dazu gebracht die Ernährung meines Hundes erneut zu überdenken. Jeder weiß das Trockenfutter nicht das natürlichste Nahrungsmittel für einen Hund ist und deswegen wollte ich mehr über die Ernährung mit rohem Fleisch erfahren. Ich habe also einen Kurs über BARF (Biologisch Artgerechte Rohfleischfütterung) absolviert, um zu erfahren ob sich diese Methode für mich und Sammy eignet.

Kurz darauf fing ich an auch meinen Hund zu barfen und ich habe die Entscheidung bisher nicht bereut. Sammy ist gesund und es geht ihm super.

Letztendlich muss aber jeder für sich und seinen Hund entscheiden, was das Richtige Futter ist. Ähnliches gilt natürlich auch für Katzenbesitzer.

Tierpsychologin Mareike Kröger

Blog 5 (12.09.2020): Katzen

Es fasziniert mich, dass viele Menschen den Irrglauben haben, das Katzen gegenüber Hunden weniger Aufmerksamkeit  und Zeit bräuchten. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Tierarten ist, das eine Katze im Gegensatz zu einem Hund keinen Spaziergang braucht. Allerdings ist es durchaus möglich auch mit seiner Katze spazieren zu gehen.

 Dennoch möchte eine Katze genauso wie ein Hund beschäftigt werden, sei es durch Tricktraining, gemeinsames spielen oder auch durch kuscheln.  Dabei ist jede Katze, genauso wie jeder Mensch und Hund, unterschiedlich, indem was ihr gefällt. Über den Tag verteilt sollte man sich schon mindestens 1-2 Stunden mit seiner Katze beschäftigen können. Diese Beschäftigung sorgt für eine ausgeglichenere und glückliche Katze.

Die Bindung zwischen Mensch und Tier kann sich so viel verbessern, wenn man sich einfach mit seinem Tier beschäftigt. 

Aus Liebe zum Tier

Blog 4 (29.08.2020): Meine ersten Haustiere
Das erste Haustier unserer Familie war eine weiße Kaninchendame namens Mucki. Ich war damals noch ein kleines Mädchen und Mucki war nicht das netteste Kaninchen. Dennoch hatte ich sie unglaublich lieb. Umso trauriger war ich als sie eines Tages einen Schlaganfall hatte und eingeschläfert werden musste. Ein paar Jahre später bekamen meine Schwester und ich Meerschweinchen. Das war der Beginn meines Bestrebens die Haltung meiner Tiere immer weiter zu optimieren. Ich habe mich belesen und Tipps von Menschen angenommen, die ihre Tiere schon viel länger hielten als ich und dementsprechend auch mehr Erfahrung hatten.

Blog 3 (17.08.2020): Faszination Pferd

Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert von allem was mit Pferden zu tun hat. 2001 erfüllte sich endlich einer meiner größten Wünsche, ich durfte Voltigierunterricht nehmen. Zwei Jahre später wechselte ich in den Sattel und habe seitdem nicht mehr damit aufgehört (Erst klassisch in einer Reitschule und später Reitbeteiligungen). Bei meiner Reitbeteiligung habe ich gelernt, dass es neben dem Reiten noch viele weitere Dinge gibt, wie man sich mit seinem Pferd beschäftigen kann. Ich entdeckte die Bodenarbeit für mich. Ich liebe die Freiarbeit, dass bedingungslose Vertrauen in ein mehrere hundert Kilo schweres Tier. Diese Arbeit sorgt regelmäßig für Gänsehaut bei mir.

Man braucht für die Freiarbeit nichts außer sich und sein Pferd. Man ist frei.

Tierpsychologin Mareike Kröger

Blog 2 (04.08.2020): Die Suche nach dem richtigen Hund

War für mich nicht sehr schwer. Wie viele nutzte ich dafür das Internet und schaute mir verschiedene Inserate von Hunden an. Wichtig war mir, dass der Hund aus dem Tierschutz kommt und am besten schon mindestens 1 Jahr alt ist. Mein Wunsch war eine kastrierte Hündin mit Stehohren und hellem Fell. Was ich gefunden habe einen kastrierten Rüden ca. 8 Monate alt mit Schlappohren und tricolor. Aber als ich sein Bild im Internet fand, verliebte ich mich sofort in ihn und auch der erste Besuch bei ihm stärkte mein Entschluss. Keine zwei Wochen später zog er bei mir ein und ich habe es keine Sekunde bereut.

Manchmal sind Wunsch und das was man wirklich bekommt nicht identisch. Deswegen sollte man gerade bei der Auswahl des richtigen Haustieres offen für neues sein.

Aus Liebe zum Tier

Blog 1 (26.07.2020): Der lange Weg zu Sammy

Was sich kaum einer vorstellen kann, der mich heute kennenlernt ist, dass ich als Kind und auch noch als Jugendliche panische Angst vor Hunden hatte. Begegnete mir ein Hund hatte ich sofort den Impuls die Straßenseite zu wechseln, dabei war es mir egal, ob dort eine stark befahrene Straße war oder eine Spielstraße. Meine Eltern mussten mich dann schnell festhalten, um schlimmeres zu verhindern. Und heute kann ich mir ein Leben ohne meinen Hund Sammy gar nicht mehr vorstellen. Das Leben mit ihm ist wunderbar und wir erleben täglich neue Abenteuer.

Jeder kann seine Angst überwinden (egal ob vor Hunden oder beim Reiten). Wenn du Fragen dazu hast, melde dich gerne bei mir.